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Die Wahrheit über Moonshots und Stretchgoals in OKRs: Was 10x statt 10% wirklich bringt.

Blog

Inspirierende Veröffentlichungen, kurze Einblicke in unser Denken, Anreize zum Nachdenken - all dies bietet dieser Blog als Sammlung zu den Themen Entrepreneurship, Management und Leadership. 

Die Wahrheit über Moonshots und Stretchgoals in OKRs: Was 10x statt 10% wirklich bringt.

Marco Alberti

Im Kontext zahlreicher OKR Einführungen und OKR Workshops führen wir immer wieder spannende Diskussionen rund um das Thema Moonshot oder Stretchgoal. Manager wie Mitarbeiter haben dabei Angst, sich selbst und andere zu Überfordern, versuchen aber dennoch in den ersten OKR Perioden schier unmögliche Ziele zu erreichen - und scheitern. Im nächsten Anlauf geben sie sich dann lieber mit realistischen Zielen zufrieden und überlassen die Mondfahrtmanöver den anderen. Richtig angewendet führt die Logik hinter dem Moonshot allerdings zu besseren Ergebnissen und deutlich weniger Stress und Überforderung.

 

Die Idee hinter der 10x Logik ist eigentlich eine ganz einfache: Man versucht sich vorzustellen, was passieren muss, um nicht ein 10 Prozent besseres Ergebnis zu erreichen, sondern ein Ergebnis das zehn mal so gut ist, wie das bisherige. Dabei sollte man ziemlich schnell zu einer Erkenntnis gelangen. Das was wir bisher getan haben, um die Ergebnisse marginal zu verbessern wird nicht dazu führen, die Ergebnisse exorbitant zu verändern und die Nadel auf der Skale wirklich zum Ausschlag zu bewegen. Das gleiche zu versuchen und um den Faktor zehn bessere Ergebnisse zu erwarten grenzt an Wahnsinn. Folglich muss man über gänzlich neue Ansätze nachdenken. 

 

Anders ausgedrückt: Es geht nicht darum, mehr Anstrengung zu Leistung und über mehr Input mehr Output zu generieren. Vielmehr liegt der Trick darin, die Ursache-Wirkung-Prinzipien noch einmal deutlich zu hinterfragen und zu identifizieren, ob sich deutlich größere Hebel finden lassen, um einen gewünschten Outcome zu erzielen. Beim Moonshot geht es also hauptsächlich um Effektivität, nicht um Effizienz.

 

In unserer Interpretation ist der Moonshot ein Tool des mentalen kontrastierens - man stellt sich ein so unrealistisch wirkendes Ergebnis vor, dass die reflexartig aufkommenden Lösungsansätze versagen. Wir zwingen so unsere Gedanken aus dem nach Kahnemann definierten System des schnellen Denkens in das System des langsamen Denkens. Man muss wirklich in Ruhe darüber nachdenken, im Team Brainstorming betreiben oder noch einmal die Strategien hinterfragen, um bei einem Moonshot erfolgreich zu werden. Denn klar ist: Mehr Anstrengung allein hilft hier nicht!

 

Richtig angewendet führt die Moonshot Logik in Zusammenhang mit der Definition von OKRs zu völlig neuen strategischen Überlegungen und auch zu neuen Produkten und Services. Die oft zitierten Beispiele erfolgreicher Moonshots und deren Antreiber sind tief in der digitalen Welt verankert und vom Grundgedanken skalierbarer Systeme getrieben. Daher steht in der Anwendung oftmals ein nötiger Paradigmenwechsel in Bezug auf Digitalisierung oder Automatisierung dem wirklichen 10x Ergebnis im Weg, da dies oftmals radikale Veränderungen erfordert. Viele der möglichen Lösungsansätze haben daher einen hohen Grad an Automatisierung oder setzen auf Elemente der Künstlichen Intelligenz. Die sollte man immer etwas im Hinterkopf behalten, wenn man die „best practices“ aus dem Silicon Valley auf das eigene Unternehmen überträgt.

 

An einem ganz praxisnahen Beispiel kann man gut nachvollziehen, wie die Frage nach einem 10x besseren Ergebnis die Produkt- oder Servicelandschaft eines Unternehmens verändern kann. Wir haben uns vor einiger Zeit selbst die Frage gestellt, wie wir 10x mehr Menschen bei der Einführung von OKRs unterstützen und unsere Erfahrungen weitergeben können. Dabei wurde schnell klar, dass sich die Anzahl der Workshops in Firmen nicht mit dem Faktor zehn verbessern lässt, ohne gleichzeitig die Ressourcen nahezu im gleichen Maßstab mit zu skalieren. Daher mussten wir uns über andere Methoden Gedanken machen, die OKR Methode gut aber dennoch skalierbar zu vermitteln. Durch diesen systematischen Prozess wurden wir quasi logisch dazu gezwungen uns mit der Wissensvermittlung auf andere Art und Weise auseinander zu setzen. Unser OKR Online Kurs war geboren. Heute haben den OKR Online Kurs tausende Führungskräfte und Mitarbeiter erfolgreich durchlaufen. Darüber hinaus bietet er auch kleinen Firmen und Einzelpersonen die Möglichkeit sich das Wissen über OKRs anzueignen, ohne sich eine Beratung dafür leisten zu müssen. Erst der mentale Kontrast der Erkenntnis, dass unsere bisherigen Maßnahmen nicht helfen werden, ein solches Ziel zu erreichen hat zu diesen Überlegungen geführt!