#130 Was sind die spannendsten AI Start-Ups, Dr. Rasmus Rothe (Merantix)?
Luisa Lazarovici
TL;DR
KI verschiebt die Wertschöpfung neu – entscheidend ist nicht mehr nur, wer Modelle baut, sondern wer Daten, Anwendungsschichten und Kundenbeziehungen kontrolliert.
Deutschlands Problem ist weniger Forschung als Umsetzung – exzellente Institute gibt es, aber zu viele Unternehmen diskutieren länger, als sie testen, kaufen und skalieren.
Venture Capital wird durch KI brutal selektiv – starke Teams können mit wenig Kapital schnell produktiv werden, während schwache Kategorien trotz Hype austauschbar bleiben.
Der größte Hebel liegt nicht im Chatbot, sondern in der Automatisierung von Wissensarbeit und Industrie – wer diesen Übergang verschläft, verliert nicht nur Effizienz, sondern ganze Marktpositionen.
Im Murakamy Podcast spricht Marco mit Rasmus Rothe, Gründer von Merantix, über die nächste Phase der KI-Ökonomie. Im Zentrum steht nicht der Hype um einzelne Modelle, sondern die Frage, wo in Zukunft echte Wertschöpfung entsteht: bei Infrastruktur, Anwendungsschichten, proprietären Daten und den Unternehmen, die KI konsequent in Produkte und Prozesse übersetzen. Rothe beschreibt, warum Europa in der Forschung stark, in der industriellen Umsetzung aber oft zu zögerlich ist, wie sich Venture Capital durch KI verändert und weshalb viele klassische Wissensjobs unter massiven Automatisierungsdruck geraten. Zugleich skizziert er, warum Robotik, Defense, Healthcare und industrielle Anwendungen für Europa strategisch entscheidend werden – und weshalb Souveränität nur dann real ist, wenn hier tatsächlich wettbewerbsfähige Unternehmen entstehen.
00:00–01:27 | KI jenseits des Hypes Einordnung der Folge zwischen Substanzprüfung, Standortfrage und Investitionslogik.
01:27–06:31 | Vom Schülerprojekt zur KI-Forschung Rothe schildert, wie frühe Neugier ihn von Robotern zu neuronalen Netzen führte.
06:31–13:06 | Warum aus Forschung Merantix wurde Aus akademischer KI-Arbeit entsteht ein Unternehmen mit Investments, Services und Campus.
13:06–17:41 | Der AI Campus als Marktmaschine Physische Nähe beschleunigt Vertrauen, Talentzugang und Geschäfte zwischen Startups und Industrie.
17:41–24:16 | Wie KI Venture Capital neu sortiert Kapitalbedarf, Bewertungslogik und Firmengeschwindigkeit verschieben sich radikal.
24:16–31:28 | Woran sich echte KI-Substanz erkennen lässt Entscheidend sind Problemverständnis, technologische Urteilskraft und Talentmagnetismus im Team.
31:28–42:53 | Warum Standard-Software unter Druck gerät Sinkende Entwicklungskosten entwerten simple SaaS-Produkte und verschieben Grenzen des Application Layers.
42:53–50:16 | Wissensarbeit, Robotik und die nächste Automatisierungswelle KI greift erst Services an und könnte später auch physische Arbeit grundlegend transformieren.
50:16–56:44 | Deutschlands Schwäche liegt in der Adoption Forschung ist vorhanden, doch in Unternehmen entscheiden Tempo und Führungswille über den Anschluss.
56:44–01:02:42 | Regulierung ersetzt keine unternehmerische Ambition Das Kernproblem ist weniger das Regelwerk als eine defensive Auslegung und fehlender Entscheidungswille.
01:02:42–01:10:12 | Wo Europa noch gewinnen kann Chancen liegen in vertikalen B2B-Anwendungen, Industrie-KI, Robotik und souveränen Anwendungsschichten.
01:10:12–01:18:05 | Blick nach vorn und persönliche Empfehlungen Zum Schluss geht es um offene Zukunftsfragen, Lesetipps und Kontaktwege zu Merantix.
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